Freitag, 1. Januar 2016

Die Geschichte von Samaria - der Anfang
(Dark Age Hintergrund - Teil I)

Am Rande der galaktischen Grenze liegt eine Welt, zerrüttet von extraplanetarer Strahlung, instabilen Landmassen und starken Witterungseinflüssen, deren Kombination den wohl schlimmsten Ort der bekannten Galaxis ausmacht. Nachdem Kundschafter Sonden der rasch expandierenden Vereinigten Welten diesen Himmelskörper unter dem Namen A23-Q4B erfasst haben, wurde er bald darauf als Planet der Kategorie D3 eingestuft. Dies bedeutete, dass diese Welt absolut nicht für eine spätere Kolonisierung geeignet ist.

Basierend auf den Ergebnissen des Kartografieschiffs, der UWS Magellan, war A23-Q4B ein schrecklicher Ort, welcher nur bewohnt werden kann, unter Aufrechterhaltung mühsamer Importe aus weit entfernten Zonen der Galaxis. Trotz des hohen Mineral- und Rohstoffvorkommens überall auf dem Planeten, wäre es zu kostspielig für die United Worlds diese abzubauen, geschweige denn eine ganze Kolonie dort zu unterhalten. So kam es, dass dieser Planet trotz seiner industriellen Möglichkeiten in den Archiven nur als unbedeutendes Gebiet geführt wurde. Und genau dies machte A23-Q4B so attraktiv für eine bestimmte Sorte von Unternehmern… 


Ein Planet der sich so fernab von Patrollienrouten und somit weit außerhalb des Gerichtsstands und souveränem Gebiet der United Worlds befand, hätte eigentlich auch aus den offiziellen Kartendaten und aus dem Bewusstsein verschwinden können, hätte es da nicht die Intervention einiger Megakonzerne gegeben. Diese versuchten sofort ihre Vorteile aus der Situation zu gewinnen, das dieses Gebiet frei von Steuern, Gesetzen und ethischen Forschungsrichtlinien war, um ihre eigenen im Schatten verborgenen Pläne zu verfolgen. Schmuggler wurden angeheuert, Schiffe wurden auf den Weg gebracht. Und schon bald war der Hauptkontinent dieses höllischen Planeten überzogen mit Unternehmensniederlassungen und Arbeiterkolonien, welche sich sofort begierig ans Werk machten. Und so kam es, dass A23-Q4B zur zentralen Anlaufstelle für widerwärtige Geschäfte und unkontrollierte Forschungen wurde. Ohne eine Einmischung seitens der United Worlds fürchten zu müssen. 

Forschungen im Bereich der Genetik, des Klonens, fortschrittlichere künstliche Intelligenz und neue Mittel zur biologischen oder auch chemischen Kriegsführung steigerten den Profit vieler Konzerne. Trotz zunehmender kriegerischer Auseinandersetzung, unsicherer Bedingungen im Abbau von Rohstoffen und unmenschlicher Führung, erzielten viele Unternehmern Höchstleistungen auf den verschiedensten Gebieten, welche so unter Einhaltung von United Worlds Richtlinien nie möglich gewesen wären. 

Zentrum des ganzen Binnenverkehrs aufgrund landender und abfliegender Versorgungsschiffe, von Schmugglern und von Testflügen war die geschäftige Metropole – Port City. Dieser Schmelztiegel sorgte für Spannungen zwischen den Unternehmensmannschaften, begünstigte die Spionage zwischen den Wettbewerbern und kulminierte dabei sogar manchmal in gewalttätigen Auseinandersetzungen. Die Einheimischen gaben dem Planeten bald den Namen „Attr“, welcher sich aus einer Kombination von Wörtern zusammensetzte und so viel bedeutete wie das Leben in der Hölle. 

Auch wenn die Megakonzerne sich stetig bemühten außerhalb der sich ausbreitenden Grenzen von Port City niederzulassen, um dort ihren eigenen Interessen nachgehen zu können, blieb die Stadt Drehscheibe für alle Arten von Reisen, Kommunikation und Binnenhandel zwischen den Firmen.
Dann kam es zum Zerfall der United Worlds und dieser zog sich durch die gesamte Galaxie...
[Fortsetzung folgt...]


Eine Anmerkung meinerseits: Dieser Text stammt im Original von der Webseite ►dark-age.com und lässt sich ►HIER nachlesen. Ich habe ihn nach bestem Wissen ins Deutsche übersetzt. Wer grobe Patzer entdeckt, kann mir ja gern in den Kommentaren einen Hinweis geben. Danke und viel Spass beim Lesen.

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